Montag, 17. August 2009

ein paar geschichten...

Geschichte 1:
es war einmal eine prinzessin namens cinderella. die wohnte in dem großen glitzerschloss in disneyland ganz in der nähe von paris. aber sie hatte nur eine kleine staubige ecke unter der treppe und nicht wie ihre bösen stiefschwestern große, sonnige zimmer. das arme ding. aber zum glück waren dornrößchen und rapunzel und der prinz auch da und verscheuchten irgendwann die bösen stiefschwestern und ließen ganz viele besucher in das schloss und verboten aber allen auf den turm zu klettern. und das obwohl die drachenhöhle mit dem monster doch neben dem schloss und nicht im turm war... aber möglicherweise hatte der prinz angst, dass wenn jemand auf dem turm stand und ganz plötzlich die glitzernde mickeymausuhr sieht und eine hohe piepsstimme hört die kräht: "bonjour mes amis! c'est mickey mouse!", das er möglicherweise übers geländer kippt. man weiß ja nie. und überhaupt könnte dieser jemand ja dann auf arielle fallen, die im schlossgraben ihre mittagsrunde schwimmt und das könnte man ja nicht verantworten... aber da sie nicht gestorben sind und niemand vom turm fallen kann, sieht man sie noch heute.

Geschichte 2 oder auch mord im phd:
es war einmal klein paula alias la petite sirène. die verbrachte eineinhalb monate im playhouse mit winnie pooh, darby, roo, den kleinen einsteins und handy manny. 10 shows jeden tag - 4 auf englisch, 3 auf spanisch, 3 auf französisch - it's the mickey clubhouse! come inside! it's fun inside! glaubt mir, dass ist es nicht... übermorgen sterben entweder leo ("we are the little einsteins and we are going on a mission!"), der alte lockenkopf bzw. Winnie Pooh mit der hässlichen stimme. "maybe if a wind decided to blow the kite up in a tree, perhaps a wind could blow it down again..." oder möglicherweise auch donald, dessen stimme (kkrkrkkrkrssqququlkkksssssz) mal nun wirklich nicht mehr zu toppen ist... wer wird wohl die glückliche kopflose marionnette sein? mal sehen. vielleicht habe ich ja am mittwoch auch das glück meinen tag mit dem high school musical zu verbringen, den leuten in 4 sprachen zu erklären, warum es besser ist hinter den sternen, die auf dem boden sind, zu sitzen, als sich von den tänzern umtrampeln zu lassen und gleichzeitig "I want the world nothing less, all the glam and the press" zu singen. zumindest habe ich die hoffnung auf diesen einen sinnlosen tag als présentoire zu warten, der für mein check out für die kinos nötig wäre und ein bisschen musikalische abwechslung in den hot-dog-song-alltag bringen würde, aufgegeben. lol. nein das wäre zuviel des guten... denn "everything's gonna work out fine. oh cos we're getting along. oh and you can count on all your friends... bah, maintenant c'est encore pire qu'avant! c'est vrai? bah oui bien sur... egal was solls. in das boot passen immer nur "quatre vache à la fois. alors un, deux, trois, quatre... muh muhmuhmuhmuhmuh... oh maybe mickey will do the hot dog song again. it's time for the mousekadanse... und wenn sie übermorgen noch nicht tot sind, dann singen sie wohl weiter.

Geschichte 3:
es war einmal ein w-lan-anschluss. der war sauer. alle meckerten an ihm rum. er wäre zu langsam, zu unbeständig unf überhaupt einfach mit allem und jedem überlastet. da beschloss er den prinz zu überreden auf den schlossturm zu klettern und zu arielle ins wasser zu springen, um ne runde durchs grün zu schwimmen. er hatte die nase voll von der welt, von dem gemaule und den ansprüchen und davon immer lächeln zu müssen, also holte er tieg luft und tauchte ab. und wenn er tief genug eingeatmet hat, dann taucht er noch heute.

Geschichte 4:
es war einmal eine stadt. die hieß paris. sie war gut gelegen im sonnigen frankreich. der einzige makel war die sicherheit - drachenplage, also ständige überfälle und verfolgungsjagden - und der geruch-temperaturen-mix der metro. die menschen besaßen schon metro-jeans, die sie auschließlich dort tragen und sich anschließend umziehen würden. aber das waren die ausnahmen. es gab in dieser stadt wunderschöne gärten, museen, die man als junges ding ganz umsonst besuchen konnte, strände, an denen sich kinder den sand in die ohren rieseln ließen und kirchen, wo selbst die coolsten rapper still wurden, einkaufscenter, die alle träume wahr werden ließen und souvenirshops in denen neue träume entstanden. keiner hatte je gewusst, wie sehr man sich einen baguette-kugelschreiber wünschen konnte. oder doch zumindest ein crêpe-magnet musste man besitzen. eindruckvoll waren auch die schlangen vor dem riesigen metallmonster, was von den meisten parisern gehasst und von den touristen geliebt wurde. la tour eiffel. ebenso spannend, die menschen. total gemischt. kleine lustige kinder mit millionen von bunten zopfgummis auf dem kopf, alte damen mit krückstock und handtasche, junge typen mit baggy-pants und mp3-player, touristen mit kamera und einem i herz paris t-shirt, sowie mädchen mit stöckelschuhen und telefon. das disneyland als komplette stadt. zuckerwatte und gulli-gerüche, bierdeckel und champagnerflaschen, pfützen und ein swimmingpool, das blühende leben und berühmtheiten auf den friedhöfen. der einzige unterschied: der geräuschpegel. wärend hier züge quietschten und kinder weinen/lachen/krähen, hörte man dort mickey quietschen und eltern schimpfen/lachen/krähen, die kinder sind meist erstaunt genug eine minute still zu bleiben und fangen lediglich an zu weinen, wenn minnie sie verlässt ohne im autogrammbuch unterschrieben zu haben... in paris jedoch merkte von all dem keiner was. die menschen sind mit sich beschäftigt oder zumindest mit einem coolen technischen gerät à la i-phone/pod. oder wenn das nicht hilft die langeweile zu überbrücken, klammert man sich eine halbe stunde an einen expresso-großen-kaffee oder geht schnell zur stinke metro, fährt ins disney, geht ins playhouse und lässt sein kind morgens während der show mal schnell in eine flasche pullern, um sich dann damit, nachdem man ein bisschen was verschüttet hat, ohne den deckel zu schließen sich wieder mitten in die menge zu setzten und die pipi-flasche sowie das kind mitzunehmen. es wird zeit das code p eine nummer kriegt und auf die liste kommt. aber in paris braucht man keine codes zum überleben - nur ein gültiges metro-ticket und die passende jeans. und die leidenschaft sich durch das wuselige stadtleben zu kämpfen und die augen für details offen zu halten. und wenn das in den nächsten jahren immernoch so ist, dann hat sich nichts geändert.

Geschichte 5:
die müsst ihr schreiben. ich bin zu verrückt und zu müde, um mir noch mehr quatsch zusammen zu spinnen. ^^ liebe grüße von dem sonnenbeschienenen playhouseopfer.

4 Kommentare:

  1. Wow o.Ô
    now she's gone completly nuts!
    Elle est fou á la fin.

    Hast du nen Sonnenstich Süße?
    vll wirds zeit für dich weiter zu gehen...weit weg von mickey und dem Eifelturm.

    wies aussieht können wir uns nie wieder disney filme angucken ohne das du nen ausraster kriegst -.-
    (nicht zu sprechen von "du-weißt-schon-was" aka High school musical)...da bin ich allerdings glücklich drüber ^^

    drück dich du kleine verrückte ;-P

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  2. geschichte fünf.

    es war einmal ein junges, hübsches und aufgewecktes kind, das von seiner kleinen stinkigen heimatstadt die nase gestrichen voll hatte und kurzum in ein kleines land bei paris reiste, in dem es vor märchenkreaturen nur so wimmeln sollte. dort angekommen, stellte sie fest, dass märchenfiguren durchaus einen schaumstoffpopo haben oder mittagspause haben können, dass arielle in ihren alten tagen zur faulheit neigt und nur noch im schlossgraben ihre runden zieht, und dass kleine kinder heutzutage so fantasielos sind, dass sie ohne murren und knurren auch amerikanische highschool-basketballer in ihre märchenträume hineinklettern lassen. puuh, dachte sich das junge mädchen, so ein buntes wirrwarr. doch sie brauchte nicht verzweifeln, denn wie sie vielleicht nicht wusste, gab es an einem anderen fleck der erde, ja sogar desselben kontinents, eine gruppe von menschen, die sie mit ihren berichten unfassbar unterhalten konnte. während die einen an ihrer seelischen gesundheit zweifelten, hielten sich die anderen beim lesen vor lachen den bauch und dachten still bei sich: mensch, ich hab dich ganz schön gern madame.

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  3. ich danke dir anja :) das verständnis für meine verrücktheit beruhigt mich :) seid gedrückt ihr zwei! ich hoffe ich schaff es in spanien mal einen gruppen-freundinnen-brief zu schreiben, aber im moment bleibt mir nur noch eine woche und die will gut ausgekostet sein.

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  4. hahahahahahahahahahahahahahahaha... liebe paula, mach dir keine sorgen, vor disney kann man nicht fliehen, niemand, auch nicht wenn man ganz ganz weit weg vom disneyland lebt. das habe ich diesem sommer gelernt. disney is everywhere, es verfolgt uns, auch mich... sogar in taizé wurde man drauf angesprochen... "do u know the songs out of the disney films??" ob disney ein wink gottes ist? ob wir die generation disney sind? ob du total wahnsinnig bist, weil du dich auch noch mitten reinstürzt? oder bist du superwoman, die versucht, hinter den zauber von disney zu gelangen und uns alle zu retten?

    ich hab dich lieb :)

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